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Aktien möglichst günstig kaufen

Wer von den attraktiven Renditen beim Aktienhandel profitieren möchte benötigt zunächst ein Wertpapierdepot. Dies ist zwar mit etwas Aufwand und Papierkram verbunden, gestaltet sich jedoch in aller Regel recht unkompliziert. Ein Depot gibt es im Prinzip bei fast allen Filial- und Direktbanken. Letztere sind in der Regel deutlich günstiger.

Im Gegenzug müssen Anleger auf einen persönlichen Ansprechpartner verzichten. Ähnlich verhält es sich auch beim Devisenhandel. Hier bieten die Forex Broker einen direkten Zugang zum umsatzstärksten Markt überhaupt. Nähere Informationen zum Forex Handel finden sich unter http://www.forexhandel.org.

Die richtige Börse finden

Beim Aktienkauf gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten. Entweder die Wertpapiere werden über eine klassische Börse oder außerbörslich geordert. Diese Entscheidung bleibt immer dem Anleger selbst überlassen.

Werden beispielsweise Aktien über das elektronische Handelssystem XETRA bei der Frankfurter Börse oder anderen Regionalbörsen gekauft, werden für die Wertpapiere permanent Kauf- und Verkaufskurse gestellt. Ein kleines Beispiel: Am Dienstagnachmittag wird für ein Papier ein Kaufkurs von 103,20 Euro angezeigt. Der Verkaufskurs ist immer niedriger als der Kaufkurs und liegt zum selben Zeitpunkt bei 103,10 Euro. Bei Abgabe einer Kauforder wären für 10 Aktien ein Preis von 103,20 Euro zuzüglich der anfallenden Gebühren berechnet worden.

Die Gebühren können sich je nach Börsenplatz unterscheiden. Da die Broker versuchen ihre eigenen Kosten so gering wie möglich zu halten werden die Börsenkosten an den Kunden weitergegeben. So kann es vorkommen, das für einen Aktienkauf über Xetra Gebühren von 0,95 Euro und bei der Börse in Stuttgart 5,95 Euro berechnet werden. Je höher die Anzahl der gehandelten Aktien, desto geringer fällt die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs aus. Diese wird auch als Spread bezeichnet. Deutsche Aktien werden in erster Linie zwischen 09:00 und 17:30 gehandelt. Anleger sollten deshalb möglichst in diesem Zeitraum ordern. Dagegen sollten US-Aktien möglichst zwischen16.30 und 22 Uhr geordert werden.

Auf den ersten Blick gestaltet sich der außerbörsliche Handel für Anfänger etwas einfacher. Anleger sehen hier auf einen Blick, zu welchem Preis eine Aktie gekauft bzw. verkauft werden kann. Zudem fallen die Gebühren in der Regel geringer aus. Allerdings wird der außerbörsliche Handel nicht beaufsichtigt. So können Anleger beispielsweise nicht einsehen wie hoch die Nachfrage nach einer Aktie aktuell ist.

Aktien richtig ordern

Papiere von kleineren Unternehmen werden zumeist nicht so stark gehandelt. Wer hierfür eine Kauforder an der Börse platziert muss deshalb oftmals einen hohen Preis in Kauf nehmen. Deshalb sollten Anleger nach Möglichkeit ein Kauflimit setzen. Dieses gibt den Höchstpreis an, welchen man bereit ist für eine Aktie zu zahlen. Nach dem Kauf ist eine Stop-Loss-Order sinnvoll, um größere Verluste zu verhindern. Wird beispielsweise eine Stop-Loss-Marke bei 80 Euro gesetzt, erfolgt ein automatischer Verkauf sobald der Kurs diese Marke erreicht.

Besonders empfehlenswert ist der sogenannte Trailing-Stop-Loss. Bei diesem passt sich die Stoppmarke automatisch an die Kursentwicklung an. Hierzu legen Anleger einen festen Abstand zum aktuellen Kurs fest. Dieser kann entweder in Euro oder Prozent definiert werden. So lässt sich beispielsweise ein maximaler Verlust von 10 Prozent festlegen. In diesem Fall läuft der Stoppkurs bei Kursgewinnen der Aktie in diesem Abstand mit. Steigt der Kurs nach einiger Zeit auf 140 Euro geht der Stoppkurs automatisch auf 126 Euro. Auf diese Weise haben Anleger die Möglichkeit Gewinne mitzunehmen und Verluste dennoch zu begrenzen.

Depot kann jederzeit gewechselt werden

Die Eröffnung eines Wertpapierdepots muss keine Entscheidung fürs Leben sein. Die meisten Banken bieten einen bequemen Umzugsservice für das Depot an. Bei Eröffnung eines neuen Depots übernimmt der gewählte Anbieter Übertragung sowie Schließung des alten Depots. Wer sein Wertpapierdepot selbst verwalten möchte, ist bei einer Online-Bank in aller Regel besser aufgehoben. Auf eine Gebühr für die Depotführung wird bei den meisten Anbietern verzichtet. Zugleich sind auch die Ordergebühren in den meisten Fällen deutlich günstiger.